Vom Reichstag zum Bundestag in Berlin
 
 

Landtag des Freistaates Preußen
 

Der Landtag war die Volksvertretung des Freistaates Preußen in der Weimarer Republik. Das Gebäude war 1892 ähnlich wie das Reichstagsgebäude von Friedrich Schulze im Stil der italienischen Hochrenaissance errichtet worden und von 1899 bis 1934 Sitz des Landtages des Königreiches und ab 1918 des Freistaates Preußen.

Am 20. Juli 1932 setzte Reichspräsident Paul von Hindenburg auf Betreiben des rechtsgerichteten Reichskanzlers Franz von Papen (1879 bis 1969) (Zentrum) die Regierung des Freistaates Preußen unter Ministerpräsident Otto Braun (1872 bis 1955) (SPD) durch Notverordnung ab und erklärte den militärischen Ausnahmezustand. In die Geschichte ging dieses Ereignis als sog. „Preußen-Putsch“ oder „Preußen-Schlag“ ein. Er beseitigte damit eine der letzten Säulen der Weimarer Republik und ebnete der NSDAP den Weg zur Macht. Im Landtag bestand von 1920 bis 1934 ein Postamt, zu dem die Allgemeinheit keinen Zutritt hatte. Das Postamt führte einen Zweikreis-Tagesstempel mit Datumssteg „Berlin SW / Landtag“ mit einem Durchmesser von 27mm und war an das Rohrpostnetz angeschlossen.

 
 
 
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